Donnerstag, 3. August 2017

Vertrauenssache

Du kaufst Dein Fleisch beim Metzger "Deines Vertrauens"?
Interessant! Das ist wahrscheinlich der Regionale, der Nächstgelegene in Deiner Straße oder Deinem Kaff. Der, dessen Bedienung immer freundlich grüßt.
Freundlichkeit schafft Vertrauen.
Sicher hast Du Dich bei ihr über die Haltungs- Transport- und Schlachtbedingungen erkundigt. Ganz bestimmt ist da alles tipp topp, wie im Sanatorium, keine langen Transporte, mega chilliges Sterben und alles ist ganz frisch. Wenn es anders wäre, würden sie es Dir ja sagen.
Vertrauenssache!

Wusstest Du, dass das nächstgelegene Restaurant immer das schäbigste ist? Dass man zum schick Essen gehen weit fahren muss? Und dass es mit dem Metzger "des Vertrauens" genau anders herum gehalten wird? Man will ja nicht für etwas Fleisch "eine kleine Weltreise tätigen".
Wusstest Du, dass Der Metzger "Deines Vertrauens" keinen Deal mit Deiner liebsten Currywurst- und Dönerbude hat? Dass auch der Schinken und die Salami auf Deiner Tiefkühlpizza nicht von ihm sind?
Sicher weißt Du das, aber es geht ja auch nicht um Wurst, Döner oder Schinken, sondern um Fleisch.
Vertrauenssache!

Warum vertraust Du eigentlich jemandem, der sich aktiv an globaler Ressourcen- und Wasserverschwendung beteiligt und jeden Tag Kinderleichen in kleine Stücke hackt?
Bist Du nicht ganz dicht?
Doch, bist Du! Ganz bestimmt läuft mit Dir alles richtig, Du machst ja dasselbe wie Millionen andere Menschen auch. Die können sich nicht alle irren.
Vertrauenssache!

Wenn Du mal genau drüber nachdenkst, wie blöd das mit dem Metzger "des Vertrauens" ist und wie leichtgläubig Du Dich gibst, könnte Dein Selbstvertrauen Schaden nehmen. Aber keine Angst, das mit dem Nachdenken hat bisher nicht geklappt, also gibt es keinen Grund, dass sich das ändert.
Hauptsache, die Kinderleiche mundet, alles andere ist...
Vertrauenssache!

Guten Appetit und herzliches Beileid,
Schlunz

Sonntag, 30. Juli 2017

Der Mensch

Jeden Tag berichten selbsternannte Antispeziesisten darüber, was "der Mensch" schlimmes macht. Wie dumm und entsetzlich "der Mensch" ist, dass Tiere "die besseren Menschen" sind, dass es für alle das Beste wäre, wenn "der Mensch" verschwinden würde...
Menschen im negativen Kontext zu verallgemeinern, ist purer Speziesismus.
"Der Mensch", "der Chinese", "der Türke", "der Jude"... Immer, wenn wir verallgemeinern, ernten wir Hass.
Menschenhasser nennt man "Misanthropen". Das klingt schöner als "Rassist", "Faschist" oder "Nazi" und ist halb so wild, weil der Vergleichswert fehlt -> der Außerirdische mit Vorbildfunktion.
 ICH bin "der Mensch", der sich seit seiner Kindheit Mühe gibt, das richtige zu tun und das falsche zu unterlassen. Meine Tochter ist "der Mensch", empathisch, liebevoll und die coolste Socke, die ich kenne. Über eine Million VeganerInnen allein in Deutschland sind "der Mensch". Zu viele, um von der Ausnahme zu sprechen, die die Regel bestätigt.
Wir sind Individuen, die in einem System aufwachsen, das uns zu empathielosen Egoisten erzieht, die sich früh damit abfinden, ebenfalls nur ausgebeutet zu werden, für eine Leistungsgesellschaft, die ein paar wenigen "Superreichen" dient. Auch Kapuzineraffen haben sich in Versuchen an Geld gewöhnt und sind schnell bereit, sich dafür zu prostituieren. 
Wir sind insofern austauschbar und sicher nicht die "dümmeren" oder "schlechteren" Tiere.
Menschenhass ist der Eiterpickel der Tierrechtsbewegung.
Er wirkt sowohl ansteckend als auch abschreckend und macht krank. Negatives manifestiert sich physisch, ob man es wahrhaben will oder nicht. So suchen sie den ganzen Tag im Netz nach Bestätigungen für ihren Hass, werden schnell fündig, schimpfen, was das Zeug hält, würzen das Ganze mit Gewaltphantasien und jammern über selbst erlittene Krankheiten und Unfälle, die sie sich gar nicht erklären können...
Und alles beginnt mit einem einzigen Gedanken: "Der Mensch".
 
 
Was wir denken, unterliegt keinen Automatismen, wir haben einen freien Willen und können jede Richtung einschlagen, die wir wollen. Das gilt für Speziesisten, Rassisten und Misanthropen im gleichen Maße.
Eine positive Veränderung erreichen wir nur durch Liebe, nicht durch Hass. 
Wir haben es geschafft, dass der Markt für Tierleidprodukte in Deutschland quasi zusammengebrochen ist, weshalb die Industrie auf Exporte nach China ausweicht. 
Lasst uns jetzt ein Signal der Liebe und Solidarität nach China senden, an die vielen Tierrechtsaktivisten, die dort ihr Bestes geben, um das zu erreichen, was wir hier geschafft haben! Auch in China gibt es nur Individuen, wie überall auf der Welt.
Ich hoffe, "der Mensch" im negativen Kontext ist bald Geschichte, ebenso wie alle anderen Verallgemeinerungen. Kann doch nicht so schwer sein. ;o)
Danke für's lesen! Ich freu mich, wenn es geteilt wird. Es gibt genug Leute, die mal drüber nachdenken sollten...
 
Schlunz

Sonntag, 14. Mai 2017

Stoppt die Übersäuerung der Gehirne!

Fleisch übersäuert die Muskeln. Leistungssportler wissen das und ernähren sich deshalb oft vegan.
Milch übersäuert die Knochen und entzieht ihnen dadurch Kalzium. Ist auch nicht neu...
Beides belastet Verdauung, Zellen und Blutgefäße. Unzählige Krankheiten sind die bekannte Folge.
Wonach offenbar niemand fragt und forscht, ist die Übersäuerung des Gehirns.
Warum sollte sich die negative Auswirkung tierischer Proteine nur auf Muskeln und Knochen beschränken?
In all den Grundsatzdiskussionen, die mir aufgrund meiner Anwesenheit als Veganer aufgezwängt wurden, zeigen Tierleidverwerter eine klare Tendenz zu geistiger Trägheit.
Ich rede nicht von Menschen mit niedrigem Bildungsgrad, die Bildung (auswendig Lernen) hat nichts mit verknüpfendem Denken zu tun, das ihnen leider extrem schwer fällt.
Widersprüchliche Aussagen werden nicht als solche erkannt und abgründige Sprüche werden als "Humor" oder "Witz" deklariert. Der gesamte Denkapparat scheint beeinträchtigt zu sein.
Sie unterstellen mir Luxus und Entbehrung im selben Satz, relativieren die - durch ihre Nahrung verursachte - Umweltzerstörung und das Nahrungsungleichgewicht, regen sich über das Leid von Hunden auf, wollen nicht auf den Geschmack von Tierprodukten "verzichten" und fragen, warum vegane "Ersatzprodukte" wie Produkte von Tieren schmecken.
Die Leitungen im Oberstübchen scheinen nicht korrekt zu arbeiten und somit erkennen sie nicht das Problem, unter dem sie leiden. Ein Teufelskreis.
Natürlich wirkt sich das auf die gesamte Gesellschaft aus, auf den Planeten und alle Bewohner.
Wenn Gehirne übersäuert sind, arbeiten sie fehlerhaft.
Auch Endorphine (Fleisch) und Kasomorphine (Käse/Milch) betäuben das Denken und Fühlen.
Ein Großteil der täglichen Arbeits- und Autounfälle, die aufgrund menschlichen Versagens geschehen, ist einem lahmgelegten Denkapparat zu verdanken.
Der stumpfe Blick, wenn Fleischesser ein "üppiges Mahl" verdauen... Fette, Eiweiße und Hormone übernehmen die Kontrolle.
Und nach der Mittagspause: "Upps!" Klappe auf gelassen, 5000 Liter Chemiepampe im Grundwasser.
Donald Trump ist unter Anderem Steak-Produzent. Seine zusammenhanglosen Aussagen laufen weltweit unter "Comedy". Stumpf und mächtig. Eine gefährliche Mischung.
Jeden Tag fällen übersäuerte Gehirne politische Entscheidungen, die uns alle betreffen.
In den Medien beginnt man gerade zaghaft, hier und da zu betonen, wie sich Fleisch- und Milchkonsum auf Muskeln und Knochen auswirken. Die Sache mit dem Denkapparat wird weiterhin verschwiegen, bzw. gar nicht als Problem erkannt. Kein Arzt lernt etwas über Ernährungsphysiologie, solange diese nicht zu seinem Fachgebiet gehört.
Krieg, Hunger, Tierleid, Umweltzerstörung, CSU, AFD, BSE, Antiveganer, Züge auf Frontalkurs, unglaublich schlechte Filme und Serien...

All das Dumme in der Welt müsste nicht sein.

Stoppt die Übersäuerung der Gehirne!
Stoppt die Verdummung!
GO VEGAN!

Schlunz

Montag, 24. April 2017

Fuck you, GMX!

GMX hat mich spontan ausgesperrt, weil ich angeblich offene Forderungen für meinen "Premium-Account" nicht gezahlt habe. Ich habe weder einen "Premium-Account" beantragt noch einem solchen Angebot in Form von "Geburtstagsgeschenken" zugestimmt.
Ich bekam nie eine Mail zur Bestätigung einer Premium-Mitgliedschaft und keine Mahnung wegen offener Forderungen oder sonst was. Auch hat sich die Benutzeroberfläche nicht verändert, keine neuen Optionen taten sich auf und es gab so viel Werbung wie gewohnt.
Dass ich keine Mahnung in Form einer E-Mail erhielt, kann ich nun schlecht nachweisen, komm ja nicht mehr an die Mailbox. ;o)
Wenn man etwas recherchiert, findet man viele Menschen, die mit GMX dasselbe erlebt haben. Wer mit seinen Kunden über Jahre auf GMX kommuniziert, geht wahrscheinlich auf die Forderungen ein um wichtige Mails abrufen zu können. Mir werden auch einige Aufträge und Anfragen abhanden gehen.
In jedem Fall kann ich nur vor diesem Anbieter warnen.
Fuck you, GMX!


Wer mich in den letzten Wochen angemailt hat, möge mir die ausbleibende Antwort verzeihen und sich noch mal melden.
Die hier funktioniert: schlunz-arts(at)mail.de



Mittwoch, 19. April 2017

Der Sinn des Lebens

Menschen und Tiere leiden, sterben und hinterlassen trauernde Angehörige.
Während sich nichtmenschliche Tiere mit den Umständen von Leben und Tod abfinden, suchen die Menschlichen nach Antworten. Warum geschieht das alles?
Mit der lokalen (anerzogenen) Religion versucht der Mensch dann, diesen Wissensdurst zu stillen.
In der Regel führt das in eine Sackgasse.
Auch die Wissenschaft stößt an ihre Grenzen und lässt vieles unbeantwortet.
Die in allem enthaltene Mathematik, die Anpassungsfähigkeit der Natur, die komplexen biologischen Formen bis hin zum kleinsten Teilchen, das mit seinen Elektronen und Protonen wiederum ein kleines Sonnensystem darstellt, nehmen wir zwar als selbstverständlich und logisch hin, doch hapert es an einem bestimmten Punkt mit der Logik im Universum:
Die Chancengleichheit. Sie ist offenbar nicht gegeben.
Wir kommen als Frosch, Kuh oder Mensch zur Welt, mit oder ohne Behinderung, werden gleich nach der Geburt verspeist, leisten Sklavendienste oder leben in einer Luxusvilla, sind extrem bekloppt, asozial oder super schlau und empathisch.
Eine bis ins kleinste Detail durchstrukturierte, faszinierende Arschkartenlotterie.
Susanne sitzt glücklich in der Sonne und Oskar hat Krebs.
Früher hat Oskar an Gott geglaubt, einfach so, weil man ihn dazu erzogen hat, aber seit der Diagnose sieht er das anders. Und wenn er die Glotze anmacht und sieht, was Gott alles zulässt, stellt er dessen Existenz umso mehr infrage.
Dabei wäre es aus Sicht eines schöpferischen Ur-Bewusstseins doch völlig unlogisch, sich ständig einzumischen, sich selbst zu einem Marionettenspieler zu degradieren.
Viel logischer wäre bei der breiten Spanne der unterschiedlichen Lebensqualitäten, wenn sich diese auf verschiedenen Erfahrungs- und Bewusstseinsstufen bewegen.
Und das würde logischerweise implizieren, dass ihre Taten und Gedanken als Energie mit Informationswert genauso den Gesetzen von Kausalität und Reflexion unterliegen, wie alles Materielle in Raum und Zeit, so dass sie über multiple Anläufe (Reinkarnation) die Zusammenhänge verstehen, das Wesentliche erkennen und zum Ursprung zurück finden.
Was läuft hier also? Eine sinnfreie Arschkartenlotterie oder das Programm eines Ur-Bewusstseins, das sich in der Dualität von Raum und Zeit durch unzählige Individuen mit freiem Willen, die auf Bällen durch das Nichts sausen, selbst erfährt?
In Anbetracht der genannten Umstände dürfte die zweite Option das Bild eines logischen Universums abrunden.

Der Atheist wird nun kontern, das sei Wunschdenken verzweifelter Menschen, die sich nicht mit der Ungerechtigkeit des Universums abfinden wollen.
Wiedergeburt und Karma sind was für Spinner. Wenn der Körper tot ist, gilt das auch für das Bewusstsein, die Psyche, die Gedanken.
Unzählige Hinweise auf Nahtoderlebnisse, bei denen die temporär Verstorbenen einen Lichttunnel und die Begegnung mit geliebten Menschen beschreiben, werden von Psychologen als Massensuggestion abgetan, bei der das sterbende Gehirn einen einprogrammierten Film abspielt.
Problematisch wird diese Erklärung, wenn der betreffende Mensch nachweislich Herz- und Hirntod war, und dennoch aufs Wort und Detail genau wiedergeben kann, worüber sich die OP-Ärzte unterhielten und was sie taten, nachdem sie den Tod des Patienten feststellten.
https://youtu.be/QnzpsnBrkXs

Man muss weder ein Nahtoderlebnis noch eine Heiligenvision haben. Jeder Mensch ist in der Lage zu erkennen, dass es mit positiven Gedanken und Taten besser läuft, dass der Geist den Körper formt und jung hält oder krank macht. Geist formt Materie.
Die Natur zeigt uns, dass sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmos alles in Symbiose zueinander steht und somit als ein Ganzes zu betrachten ist.
Im Grunde liegen alle Puzzleteile vor uns ausgebreitet und man mag sich fragen, warum für so viele Menschen ein Universum ohne Chancengleichheit und tieferen Sinn so viel leichter annehmbar ist.
Bei den meisten liegt der Grund in der Erziehung. Wer als Kind katholisch indoktriniert wurde, stellt Glaubensfragen unter Umständen genauso infrage, wie atheistisch erzogene Menschen.
Die Bibel ist eine einzige Sackgasse. Ewige Verdammnis oder ewiges Paradies.
Wie soll man den rechten Weg einschlagen, wenn man schon als Kleinkind verhungert?
Es gibt viele Hinweise, dass die Message von Jesus einst um jene Zeilen gekürzt wurde, die mit dem buddhistischen Kreis der Wiedergeburt konform gingen.
Die Angst vor dem Tod ist wohl das größte Machtinstrument, das sich die Kirche und christlich orientierte Nationen seit Langem zu Nutze machen. Auch im Koran finden wir nur ewige Verdammnis oder das Paradies.
Es ist dieses unsägliche extreme Schwarz-Weiß-Denken, das die Menschheit mehr und mehr spaltet.
Wir tappen konsequent im Dunkeln, egal ob wir als religiöser Prediger ein irrationales Dogma lehren oder als Atheist in einem irrationalen Universum ohne Chancengleichheit leben.
Darwinisten sehen in den Spuren der Evolution den Beweis für die Nichtexistenz Gottes.
Warum ein Ur-Bewusstsein sich nun ständig einmischen sollte, statt seiner Schöpfung eigenständige Entwicklung zuzusprechen, bleibt ein darwinistisches Geheimnis.
Kreation und Evolution sind sowenig widersprüchlich, wie ein verwilderter Garten.

Nun magst Du sagen, das sei Dir alles egal, Du brauchst keine Reinkarnation, Du hast Dich damit abgefunden, dass Du irgendwann stirbst, dann ist Schluss und wenn nicht, auch gut.
Das machen Milliarden Menschen, die ihr Leben als einmalig betrachten und deshalb umso mehr Angst vor dem Ende haben. Und wenn nicht um sich selbst, dann um jene, die sie lieben.
Auf der anderen Seite lauern jene, die sich diesen Umstand zunutze machen und von der Angst profitieren, die Möglichkeiten sind so vielfältig...
Die vermeintlich einmalige Existenz treibt das Ego dazu, die kurze Zeitspanne mit so viel Macht, Erfolg, Erlebnissen und Gedöns wie möglich zu füllen, Hauptsache es schmeckt und nach mir die Sintflut, unsterblich wird man allenfalls durch das, was man der Menschheit hinterlässt.
Schau Dich um in der Welt und frag Dich, ob das alles so sein würde, wenn die Menschen wüssten, dass sie nur sich selbst schaden können, während unverdientes Leid seinen Ausgleich findet.
Die kindliche Angst vor dem Tod der Eltern, das schnelle einfügen in die Raff- und Gier-Gesellschaft, alles was daraus resultiert, ganz selbstverständlich und doch komplett überflüssig.
Würden die Menschen ihre Erde genauso unwirtlich gestalten, wenn sie wüssten, dass sie wiederkehren?
Wenn jedes Bewusstsein seine eigene individuelle Evolution durchlebt, kann bei logischer Betrachtung kein Mensch als Insekt reinkarnieren, sowenig wie ein Insekt den Quantensprung zur Menschwerdung schafft.
Insofern werden wir bei der Rückkehr bei vollem Bewusstsein mit dem konfrontiert, was wir hinterlassen haben, egal wie lange wir brauchen, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Ich sehe in der Frage nach dem Sinn allen Lebens im Universum weniger eine Glaubensfrage als eine Frage des Willens, gegebene Hinweise und Aspekte zu einem logischen Bild zusammenzufügen.
Auf den Gottesbeweis im Reagenzglas können wir lange warten, wir haben ihn im täglichen Leben jeden Tag vor Augen.
Allein die Menge an nötigen Zufällen, damit überhaupt Leben entstehen kann, brachte schon viele Wissenschaftler dazu, eine schöpferische Kraft in Betracht zu ziehen.

Du hast einen freien Willen und unendlich viel Zeit.
Falls Du sie nutzt, um Bestätigung für meine Zeilen zu suchen, findest Du sie im hier und jetzt, in Dir selbst, wenn Du den Lärm im Kopf gezielt ausschaltest (ZEN).
Das Selbstvertrauen, intuitives Wissen als solches anzuerkennen, wird Dir dabei frei Haus mitgeliefert.
Dein Ego könnte Schaden nehmen, aber das ist nur zu Deinem Vorteil.
Und sicher kann es nicht schaden, wenn wir unseren Kindern ein tröstlicheres Weltbild liefern als das, was Christen und Atheisten vermitteln.
Dazu braucht es weder Dogmatismen noch Firlefanz. Nur Liebe und die Logik der Chancengleichheit.

So bedanke ich mich fürs Lesen und schließe ich mit dem bekannten Satz „wir sind keine physischen Wesen, die eine geistige Erfahrung machen, sondern geistige Wesen, die eine physische Erfahrung machen“. ;o)

Schlunz


Freitag, 10. Februar 2017

Hey! Du mit dem Fell an der Jacke!

Angeblich rennst Du als eins von Tausenden Opfern mit Echtpelz an der Kapuze rum, weil er als vergleichsweise teurer Kunstpelz deklariert wurde. "Oh, das habe ich nicht gewusst!"
Verarsche jemand anderen! Wer einen echten Pelz auch nach näherer Betrachtung und haptischer Probe nicht von einem falschen unterscheiden kann, redet auch mit Schaufensterpuppen, füttert Plüschtiere und beißt in Plastikobst.
Du weißt ganz genau, was Du da kaufst und durch die Gegend trägst. Dein widerliches Kopfkino kenne ich.
"Ach komm, das fühlt sich schon geiler an als das Kunstzeug. Das verfilzt immer so schnell..."
"Wenn ich Tiere esse und Leder trage, macht das bisschen Pelz ja auch keinen Unterschied."
"Das mit den lebendig gehäuteten Hunden ist doch voll übertrieben und die Ausnahme."
"In dem schicken Laden hier sind die Felle sicher nur von Tieren, die vorher irgendwie schmerzlos getötet wurden."
Als ob das eine Rolle spielt. Was für ein ekelhaftes Subjekt muss man sein, um für ein sinnloses Accessoire ein Tier zu töten, das sein Leben in einem engen Käfig verbracht hat?
Ja, liebes Modeopfer, Du hast das Tier auf dem Gewissen! Schiebe es nicht auf den, der es umgebracht hat, er hat es für Dich getan.
Da Du Dir jeden Tag unendliches Leid durch Leichen und Tiersekrete einverleibst, ist Deine Empathie für "Pelztiere" nicht stärker ausgeprägt als die für Dein "Essen".
Du bist innerlich eiskalt, Du brauchst eh keinen Pelz, der Dich wärmt.
Morgen trägst Du ihn wieder mit Stolz, den kuscheligen Tod, während Du über Leid und soziale Missstände philosophierst, während Du Bio-Gemüse kaufst, Hunde streichelst und Dich um Deine Kinder sorgst.
Er unterstreicht Deine Konformität mit einer rücksichtslosen und verkommenen Gesellschaft.
Er unterstreicht Deine Verlogenheit. Du bist halt eins von Tausenden Arschlöchern.
Oder nicht...?


Donnerstag, 2. Februar 2017

wuschel-geschichten.de

 ***

Der kleine Bär hat jetzt seine eigene Homepage. ;o) 


http://wuschel-geschichten.de/


Dienstag, 3. Januar 2017

Stoppt die Silvesterknallerei!

Jahr für Jahr regen wir uns über das hirnlose Geballer auf.
Jedes Jahr dokumentieren wir das dadurch entstehende Leid von Hunden, Katzen und wild lebenden Tieren.
Die "Qualität" illegaler Feuerwerkskörper bezüglich Lautstärke und Sprengkraft steigt ebenfalls Jahr für Jahr.
Es gab wieder schwere Brände und viele Schwerverletzte. Hinzu kommen Verkehrsunfälle aufgrund mangelnder Sicht in Feinstaubwolken.
Es wird jedes Jahr schlimmer. Um 12 Uhr wird nur ein Teil der erworbenen Pyrotechnik verballert, man fängt schon um 18 Uhr an und hebt sich noch was für den Neujahrstag auf.
Ist auch ne Prestigefrage, ob man sich das leisten kann. Da gingen wieder einige Millionen in Schall und Rauch auf.
Dass der Dreck von verätzten Kinderhänden produziert wird, interessiert niemanden, ebenso wenig wie traumatisierte syrische Kinder. Die brauchen keine Explosionen.
Silvesterballerei ist das Rundumpaket an Ignoranz und Arschlochverhalten.

Sie wünschen sich Frieden und beginnen jedes Jahr mit Krieg...


Die Frage ist nun, ob wir weiterhin Jahr für Jahr jammern wollen, oder ob wir was dagegen tun.
Ich hatte den ganzen Silvesterabend Puls, weil mein Hund nur am Bellen war und will gar nicht aufzählen, was ich aus dem Bekanntenkreis gehört habe.
Ich habe keinen Bock mehr auf die Scheiße!
In Holland gibt es inzwischen böllerfreie Städte und hohe Strafen auf Verstöße.
Wie haben die das erreicht? Höchstwahrscheinlich dadurch, dass sie sich schon während des Jahres gesammelt dagegen aussprachen, statt erst zum Jahreswechsel in Panik zu verfallen.
Wahrscheinlich haben sie sich auch gegenseitig aufgeklärt. Viele Ballerköppe argumentieren damit, dass sie das nur für die Kinder machen. "Mögen sie etwa keine Kinder?"
Es ist nicht schwer, einem Kind zu erklären, was es damit anrichtet. Die meisten haben keine große Lust, Leid zu verursachen.

Da sind so viele gute Gründe, diese hirnlose Geldverschwendung komplett einzustellen.
Man muss sich auf diesem Weg an Politik und Medien wenden.
Tierrechtler und Tierschützer haben schon viele Petitionen ins Leben gerufen. Fordert ein Verbot!
Schreibt Texte an Regionalzeitungen, nervt Politiker, gründet Facebook-Gruppen, stellt Blogs in Netz, verteilt Flyer in der Nachbarschaft, lasst Euch was völlig Neues einfallen, Hauptsache Ihr macht was!
Lasst uns viele Zeichen setzen, bevor die nächste Lunte brennt!

Schlunz

Freitag, 30. Dezember 2016

Wichtiger Hinweis zum Jahresende!

Die chinesische Medizin brachte uns neben Akupunktur und Akupressur die Analpressur.
Ob Verstopfung, Afterjucken oder Hämorrhoiden, alle Probleme sind mit einem Schlag beseitigt.
Je nach Anatomie und Stärke des Leidens gibt es die Zäpfchen ("Böller") in verschiedenen Größen.
Leider werden sie seit vielen Jahren für andere Zwecke missbraucht.
Überwiegend infantile Männer und männliche Jugendliche kaufen zum Jahreswechsel die Bestände leer, um überflüssige Finger zu entfernen oder Rentner, Vögel, Marder, Hunde und Katzen zu erschrecken.
Wer dann ernsthafte gesundheitliche Probleme hat und dringend ein Zäpfchen braucht, muss auf homöopathische Mittel wie Brot ausweichen, was allerdings selten den gewünschten Effekt erzielt.
Ein brotverklebtes Rektum kann sogar weitere Probleme hervorrufen.
Darauf muss dringend hingewiesen werden, damit der regelmäßige Missbrauch von Heil- und Nahrungsmitteln endlich gestoppt wird.
Deshalb haben Ärzte, Heilpraktiker und Bäcker die Böller-sind-für'n-Arsch-Stiftung gegründet.
Betroffene dürfen sich dort melden und ihre Erfahrungen zu Protokoll geben.
Mit Boykottaufrufen, Petitionen, Spendenaktionen und Infomaterial möchte die Böller-sind-für'n-Arsch-Stiftung ein Zeichen setzen.
Hilf auch Du und teile diesen Beitrag, damit diese Unsitte ein baldiges Ende findet und Medizin wieder dort wirken kann, wo sie wirken soll.

Danke!

Schlunz

Btw.: Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! ;o)
Lasst es uns friedlich gestalten...

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das Wuschel-Kinder-Kochbuch

Es wird Zeit für ein veganes Kinder-Kochbuch!
Wenn das jemand realisieren kann, ist das wohl im Idealfall ein Mensch, der sowohl Kinder- als auch Kochbücher publiziert hat und "ganz nebenbei" eigene Kinder großzieht.
Jemand wie die vegane Koch- und Kinderbuchautorin Katja Kaminski.
Wenn die Zubereitung der Speisen von einem kleinen Bären präsentiert wird, der genauso bunte Haare hat und von vielen Kindern ins Herz geschlossen wurde, umso besser.
Deshalb arbeiten wir zusammen am Wuschel-Kinder-Kochbuch, das im Jahr 2017 beim GrünerSinn-Verlag erscheint. ;o)

Katja Kaminski

Maronenravioli mit Zitronensauce, Mama Bärs Prankenbraten, Maulbäriges Carpaccio von der roten Beete, Wurzeleintopf oder Haselnusspudding mit Orangensauce und Krümelkeks...
Nach einer einleitenden Geschichte wird Jedes der kind- und bärengerechten Rezepte von Wuschel visuell umgesetzt, wobei er sich streng an Katjas Anweisungen hält.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und ein tolles Buch, das nicht nur veganen Kids Spaß und Erfolgserlebnisse bereitet... ;o)

Mehr Infos über Wuschel und den Verlag unter http://wuschel-geschichten.de

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Wuschel Geschichten im Set (Band 1 & 2)

Seit dem 2. Dezember ist mein Buch "Noch mehr Wuschel Geschichten" im Handel erhältlich. ;o)
Parallel dazu könnt Ihr den ersten Band zusammen mit dem zweiten im Set erwerben.


Sechs Geschichten über Einfühlungsvermögen und neue Freundschaften, durchweg bunt und kindgerecht erzählt von Schlunz.
34,95 € statt 39,90 € 




Sonntag, 4. Dezember 2016

Meine Erkenntnisse 2016

Es gibt Leute, die nachts mit einer selbst gebastelten Lanze losziehen, um Pferde aufzuschlitzen und es gibt Leute, die mit dem Gewehr im Wald lauern, um Rehe und Wildschweine abzuknallen.
Die gehören alle in dieselbe Anstalt.

Neun von zehn "harten Kerlen", die Fleisch essen, artfremde Muttermilch trinken und dumme Witze über Veganer machen, haben nicht die Nerven, sich eine Dokumentation über industrielle Haltungs- und Schlachtmethoden anzuschauen.
Verlogene Weicheier...

Woran machen Tierleidverwerter eigentlich fest, dass man den Bauern, Metzgern und Schlachtern um die Ecke "vertrauen" kann? Am freundlichen Lächeln? An dem Umstand, dass sie nicht weit weg wohnen? Weil die richtigen Arschlöcher nur im Fernsehen existieren? Es ist nicht anders als bei Menschen, die immer weghören, wenn die Nachbarn die Kinder verdreschen. Die "Nachbarn des Vertrauens".

Während man sich drüber aufregt, dass die Wurst ohne Gammelfleisch als Wurst bezeichnet wird, war die Kackwurst nie ein Problem.
Das liegt daran, dass Leichen- und Kackwurst quasi artverwandt sind.
Dafür sprechen Indikatoren wie Geruch, Konsistenz, ungesunde Inhaltsstoffe und der Naturdarm.
Vor allem ist das Züchten, Töten und Verwursten von leidensfähigen Individuen einfach scheiße...
Bon Appétit!

Ich frage mich, ob (und wenn ja, warum) sich Frauen, die Pelz tragen, die Beine, Achseln und den Intimbereich enthaaren...
"Schöner Pelz, den sie da anhaben!"
"Oh, danke!"
"Gern... Passt zu ihrem Oberlippenbart!"

Ein paar neue Cartoons...




Donnerstag, 3. November 2016

"Noch mehr Wuschel Geschichten" - ab 02. Dezember 2016 im Handel!

Jetzt ist Wuschel also ein kleiner veganer Bär. Und was passiert, wenn Papa Bär plötzlich mit einem Fisch da steht, die Kinder in der Schule wenig Verständnis zeigen und Menschen einen komisch anstarren?

Der zweite Wuschel-Band geht in den Druck und ist ab dem 2. Dezember im Handel erhältlich. ;o)
Sei dabei, wenn ein kleiner Bär in der Schulpause mehr lernt als im Unterricht, seinem Papa etwas über Empathie beibringt und die Welt der Menschen kennenlernt.
Drei spannende Geschichten, die vegan lebenden Kindern Identifikationspunkte bieten und generationsübergreifend zur Reflexion anregen.
Kindgerecht erzählt und illustriert von Schlunz.
Die Bücher werden klimaneutral, nachhaltig und ohne tierliche Zusatzsstoffe produziert.



***

Montag, 26. September 2016

Tierleid-Junkies

Unsere Gesellschaft hat wenig Verständnis für Drogenabhängige.
Dennoch bietet sie ihnen Möglichkeiten zur Therapie, Substitution und Resozialisierung.
Alkohol, Heroin, Koks, Amphetamine, alles ist überwindbar, mit etwas Charakterstärke und gutem Willen.
Dass ich selbst von 1991 bis 94 hochdosiert an der Nadel hing, ist kein Geheimnis.
Ich hab dann "einfach" aufgehört (ohne Therapie und Substitution), nachdem ich feststellte, dass ich physisch und psychisch am Ende war.
Während dieser drei Jahre des Opiat-Konsums war ich in der Gesellschaft ein Außenseiter. Beschaffungskriminalität fiel bei mir zwar weg, weil ich mit dem Bemalen von Designerklamotten rund 6000 Mark im Monat machte, aber die verschiedenen Prioritäten und Wahrnehmungen führen zur Diskrepanz. Somit bleiben Junkies unter sich, genauso wie die "Normalen" und "Gesunden".
Nach erfolgreicher Selbstresozialisierung, die ohne ein paar alte Freunde um einiges schwerer ausgefallen wäre, war ich wieder ein Teil der "normalen" und "gesunden" Gesellschaft.
Der Konsum hatte aber seine Spuren hinterlassen. Man schätzte mich rund zehn Jahre älter als ich tatsächlich war.
Die vegetarische Ernährung, die während der drei Jahre des Konsums pausierte, nahm ich wieder auf und 2002 erfuhr ich, was es mit männlichen Küken und Kälbern auf sich hat.
Ich hinterfragte, ob ich überhaupt das Recht habe, ein Tier als nutzbar anzusehen und wurde umgehend vegan.
Nachdem ich den Entschluss Freunden mitteilte, arrangierten sie ein Sit-in, um mir zu vermitteln, wie sehr sie um meine Gesundheit besorgt seien. "Eiweißmangel, Muskelschwund, Haarausfall, brüchige Fingernägel, Gehirnschrumpfung, Verschwulung und Impotenz, du spielst mit deinem Leben!"

Seit dem sind 14 Jahre vergangen und alles hat sich komplett gedreht.
Man schätzt mich regelmäßig auf 28 Jahre, maximal 35. Nächsten Frühling werde ich 48.
Die "Gesunden" und "Normalen" sehen auf einmal alt aus. Menschen in meinem Alter könnten meine Eltern sein. Und sie leiden unter einem unglaublichen Suchtverhalten, das ihre Körper, ihren Geist und den Planeten zerstört. Ein Suchtverhalten, das nur befriedigt werden kann, wenn dafür unzählige leidensfähige Individuen gezüchtet, manipuliert, ausgebeutet und ermordet werden.
Dass der regelmäßige Konsum von Tierleidprodukten zu physischer Abhängigkeit führt, kann man nicht leugnen.
Fleisch enthält Stress- und Schmerzhormone. Tiere, die vor ihrem Tod über viele Kilometer transportiert werden und im Schlachthaus bis zum Trauma mit Angst und Schmerzen konfrontiert werden, produzieren sehr viel Adrenalin und Endorphine (körpereigenes Morphium).
Milch und Milchprodukte enthalten Casomorphine. Die sollen eigentlich das Kalb belohnen und beruhigen, finden sich aber hochkonzentriert im Käse für erwachsene Menschen.
"Auf Fleisch könnte ich ja noch verzichten, aber auf Käse..." Tausendmal gehört.
Wo alle guten Argumente verhallen und die psychische Abhängigkeit ("weil es mir schmeckt") trotzig in den Fokus gesetzt wird, ist man von Junkies umgeben.
Für Tierleid-Junkies gibt es keine Therapien und keine Therapeuten, aber viele Werbespots, die ihren Konsum im Gang halten, für eine Wirtschaft, die von ihrer Sucht lebt.

Den meisten Langzeitveganern geht es ähnlich wie mir. Auch sie werden jünger geschätzt.
Manch veganer Misanthrop und Miesepeter schafft es, den ernährungsbedingten Vorteil durch negative Gedanken zu kompensieren und es ernähren sich nicht alle VeganerInnen gesund, aber im Schnitt sehen vegan lebende Menschen jünger und gesünder aus.
Wenn der Verdauungstrakt ein Leben lang mit Art untypischen Verwesungsprozessen befasst ist und der Körper ungesunde Fette und Eiweiße verarbeiten muss, die zu Ablagerungen und Muskelübersäuerung führen, hinterlässt das seine Spuren.
Schwammige Gesichter mit merkwürdigen Dellen, schlaffer, großporiger Haut und kragenabwärts wird es nicht besser. Auch mit normalem BMI sehen sie alt aus.
Da die gleichaltrigen Artgenossen in der Masse genauso verbraucht und scheiße aussehen, fehlt der Vergleichswert, weshalb das Problem nicht als solches wahrgenommen wird.
Für Meth-Junkies gibt es zur Abschreckung "Vorher-Nachher-Grafiken", bei Tierleid-Junkies heißt es nur "so sieht man halt aus, wenn man 47 ist". Gruselig...

Ich habe die wohl härteste Droge der Welt besiegt und realisierte, dass ich von Druffis umgeben bin, die sich viel schlimmer verhalten als meine einstigen Leidensgenossen. Der individuelle und globale Kollateralschaden ihrer Sucht steht nicht in Relation. Ihre Ausreden sind ungleich schwerer nachzuvollziehen.
Mir wurde immer wieder unterstellt, ich hätte viel Charakter, weil ich von dem Zeug losgekommen bin. Wenn dem so ist, frage ich mich, wie wenig Charakter ein Mensch haben muss, wenn er es nicht schafft, von viel schwächer wirkenden Drogen loszukommen, von denen er weiß, dass ihre Produktion auf Freiheitsentzug, Vergewaltigung, Blutvergießen und Umweltzerstörung basiert.
Es gab damals sehr viele Menschen, die auf mich herabschauten.
Jetzt bin ich einer, der auf sehr viele Menschen herabschaut.
Heulsusen und Jammerlappen. Sie dürfen sich gern schämen. Kein Rückrat, keine Eier... Wer keine Eier hat, kauft sich welche.
Tierrechtler können sich als Therapeuten betrachten, die der Masse von vorzeitig gealterten Heulsusen und Jammerlappen einen Spiegel vorhalten und alternative Wege zeigen.
Dabei sollten sie vielleicht öfter auf die verschiedenen Morphine und Adrenalin hinweisen, um den Leuten zu zeigen, dass eine physische und psychische Abhängigkeit vorliegt, die sie im wahrsten Sinne alt aussehen lässt. Wenn diese als solche wahrgenommen wird, führt das hier und da zum Anreiz, sich davon zu befreien.

Ich habe vor 22 Jahren realisiert, dass ich leben will. Wann beginnst Du damit?

Schlunz

Sonntag, 7. August 2016

Neue Motive!

Neu im Shop:






"Jedem das Seine"


"Sollen die doch ihren Müll trennen, die Ökonazis! Ich werfe mein Plastik weiterhin in den Biomüll. Jedem das seine!"
"Klar kipp ich mein Altöl in den Gulli! Sonst dürfte ich ja auch kein Glyphosat in meinem Garten versprühen. Jedem das seine!"
"Was geht das diese Pädagogen-Nazis an, wie oft ich mein Kind verdresche? Jedem das seine!"
Klingt dumm und indiskutabel? Nein! Wenn es um die Ernährung geht, sind solche Aussagen legitim.
Wir wissen alle um die Leidensfähigkeit der "Nutztiere", um die Schäden in der Natur, die ihre Haltung unweigerlich mit sich bringt sowie die dekadente "Nahrungsveredelung", angesichts des Welthungers.
Die Gesellschaft stellt sich dumm. Wenn alle lügen, lügt man einfach mit.
Das hat was von kollektiver Fahrerflucht. Wer Fahrerflucht begeht, blendet das Opfer bewusst aus seinem Geist aus. Es befindet sich weit hinter einem, je größer der Abstand, desto besser.
Je weniger man vom selbst verursachten Leid weiß, desto weniger Leid hat man verursacht.
Wie bei Schrödingers Katze hat man vielleicht ein Tier auf dem Teller, das ein total schönes Leben hatte und in strahlender Sonne vor lauter Glück einen Herzinfarkt erlitt. Das darf man natürlich essen.
Das gilt auch für "glückliche Milch" und "fröhliche Eier". Worte wie "Anbindehaltung", "Qualzucht" sowie "Kälber- und Kükenmord" blendet man ebenfalls aus.
Wie leicht das geht! Einfach so ausblenden und weitermachen! Tag für Tag...
Weil es alle machen. Bis auf die paar "intoleranten ungefickten Vegan-Nazis mit ihren Mangelerscheinungen". Es stärkt das Gruppenbewusstsein, wenn man sich auf Klischees einigt.
"Vegan-Nazis" sind jene VeganerInnen, die sich nach allen Reibereien weiterhin trauen, hier und da Kritik zu üben und den Tierrechtsgedanken zu vertreten.
Das wären dann analog Menschen, die den Nachbarn bitten, kein weiteres Plastik auf den Kompost zu werfen, das Altöl nicht im Gulli zu entsorgen und kein Glyphosat im gemeinsamen Garten zu versprühen.
Dabei soll es ja Leute geben, die nur noch ab und zu Plastik auf den Kompost werfen, nur noch die Hälfte an Altöl im Gulli entsorgen und ihre Kinder nur an Wochenenden verprügeln.
Die sollte man doch nun wirklich nicht kritisieren... Die geben sich doch Mühe! Da zieht man doch "am selben Strang"!
So geht das weiter und weiter, weil die Mehrheit so tut als hätte sie den Schuss nicht gehört.
Hauptsache, es schmeckt. "Jedem das seine..."

Schlunz

Mittwoch, 18. Mai 2016

Rückgang der Fluginsekten um 80%

Rückgang der Fluginsekten um 80% in Teilen Deutschlands. 
https://www.nabu.de/news/2016/01/20033.html

In den letzten zehn Jahren ging die Bienen/Insektenpopulation massiv bergab, obwohl biologischer Landbau und alternative Forstwirtschaft zunahmen. 
Diverse Studien über das Bienensterben zeigten, dass es auch dort passiert, wo die Bienen keinen Kontakt zur Landwirtschaft haben, weshalb man dann über Milben spekulierte, die man aber nicht finden konnte. Das ging quer durch die Medien.
Wer im Sommer 2015 aufmerksam war, hat diesen allgemeinen Rückgang an Fluginsekten festgestellt.
Mücken, Bremsen und Fliegen stellten im Vergleich zum Vorjahr kein "Problem" dar.
Sie waren schlicht kaum vorhanden. Der Rückgang ist kurzfristiger und massiver als es der NABU darstellt und er betrifft auch Weichtiere.
Nacktschnecken zählte ich an die 15 über den ganzen Sommer, während ich 2014 kaum wusste, wohin ich treten soll...
80% weniger Insekten bedeutet 80% weniger insektenfressende Vögel, Fledermäuse, etc... Eine unvorstellbare Kettenreaktion.
Die verbliebenen 20% dürften in Kürze folgen.


Mein wilder Garten wirkt im Sommer 2016 geradezu steril. Auch an sonnigen und warmen Tagen sind Bienen, Hummeln und andere Fluginsekten quasi gar nicht mehr vorhanden.
Ich freu mich, wenn im Garten innerhalb von vier Stunden mal eine einzige Fliege vorbeischaut und kann bis spät in den Abend das Fenster offen lassen, es will eh keine Mücke rein.
Nicht eine dicke Spinne hat in meiner Gartenhütte ein Netz gesponnen und die wenigen Netze von kleinen Spinnen sind leer.
Auch im hohen Gras ist es sehr ruhig. Ich finde keine Käfer, Schnecken, Ameisen und Grashüpfer.
Das Gezwitscher der wiedergekehrten Zugvögel im April ist verstummt. Dafür liegen tote Vogelküken vor meinem Haus.
Im letzten Jahr nahm ich sehr wenig Insekten wahr, doch im Vergleich zu dem, was sich dieses Jahr bietet, war das ein “wildes Insektengetümmel“.
Ich gehe von einem Gesamtrückgang aller Insekten und Kriechtiere um über 90 Prozent aus, wobei ich bei vielen Arten ein komplettes Verschwinden für wahrscheinlich halte.
Auch die FAZ berichtete darüber: >>Der Trend geht zur sauberen Frontscheibe<<
Das Monitoring für Fluginsekten wird leider zu selten praktiziert und es fehlt an Kommunikation zwischen Forschern und Behörden. Umso schlimmer steht es um die Bestandsaufnahme von bodenbewohnenden Insekten.
Am 24. Juli 2014 berichtete Daily Mail, der weltweite Bestand von Insekten sei um 45 Prozent gesunken und warnte vor den Auswirkungen. Es ist ein weltweites Problem.
Ich bin mit meinem Hund oft im Wald und auch dort finde ich kaum Insekten, weder in der Luft noch am Boden.
In den letzten Jahren hat man sich auf den Rückgang von Honig- und Wildbienen fokussiert und alle weiteren Spezies ignoriert. Jetzt sind sie weg.
Die bevorstehende Kettenreaktion traut sich niemand offen anzusprechen. Ameisen, Pilze, Bäume, alles steht in Symbiose.
Die Kettenreaktion betrifft alle wilden Pflanzen, die auf Bestäubung angewiesen sind, sämtliche Vögel und Kleintiere, die sich von Insekten ernähren sowie deren Prädatoren.
Demnächst werden sich weitere Forscher zu Wort melden, wenn sie merken, dass es bei ihrem Spezialgebiet nichts mehr zu beobachten gibt.
Die Natur, wie wir sie kennen, ist hinüber. Verschwinden die Insekten, verschwindet der Rest.
Erfreut Euch an jedem Insekt, das Ihr (noch) zu Gesicht bekommt!


Foto: Chiu Chih



***


Mittwoch, 17. Februar 2016

Rollenspiel

 ***
Die einen empfinden es als postpubertär, eklig und ohne jeden geistigen Nährwert, andere sehen darin gelungene Satire.
Meine Intention war es, die Münze einfach mal umzudrehen.
Die Mucke ist von der Band eines Freundes... ("ZAM" Berlin).

Montag, 8. Februar 2016

Max und Moritz

Seht, da gehn die bösen Buben in des Metzgers Arbeitsstuben.
Sagen, sie würden gern mal sehen, wie die Würste so entstehen.
Messer, Cutter, Hackebeil, fänden sie so richtig geil.
Der Meister ist nicht abgeneigt, wenn jemand Interesse zeigt.
Er führt sie durch und zeigt es ihnen, die Maschinen zu bedienen.
Und nach seinem letzten Satz kriegt er eine vor den Latz.
Max und Moritz, diese Wichser, drehn den Meister durch den Mixer.
Der zappelt, schreit und windet sich, doch das stört die Beiden nicht.
Knorpel, Knochen, Innerein, werden eine Masse sein.
Kleingehackt und butterweich, neunzig Kilo Meisterfleisch.
Da stehn sie nun und fragen sich, wohin mit soviel Brotaufstrich.
Zaubern hurtig aus der Hose zehn Gramm Blüten in der Dose.
Kochen sich daraus nen Tee, schwups da ist sie, die Idee.
Peter war des Meisters Name, Hackepeter heißt er nun.
Ihn als Solches zu verkaufen, redlich wär es, dies zu tun.
So bringen sie den ganzen Brei nun rüber, in die Metzgerei.
Sie haben sich was vorgenommen, mit dem Geld, das sie bekommen.
Zu kaufen, haben sie entschlossen, reichlich Gras für die Genossen.
Doch reicht das Geld? Sie brauchen mehr! Es müssen noch mehr Leichen her!
Max und Moritz, völlig spitz, fehlt der rechte Geistesblitz.
So müssen sie zu diesen Zwecken, noch mal die Reserven checken.
Zaubern hurtig aus der Hose fünf Gramm Blüten in der Dose.
Kochen sich daraus nen Tee, schwups da ist sie, die Idee.
Leichenschauhaus, Altersheim, da müsste viel zu holen sein.
Und auch aus dem Krankenhaus, holen sie tonnenweise raus.
Nun stehen sie vor ihrem Werk, einem großen Leichenberg.
Wälzen sich und suhlen drin, von den Füssen, bis zum Kinn.
Ganz bunt sind sie, gelb, braun, rot, das kommt von Eiter, Blut und Kot.
Sie stöhnen geil und räkeln sich, das war wirklich meisterlich.
Drehn dann alles durch den Mixer und verkaufen es noch fixer.
Dönerbuden, Burgerketten, Currywürste und Bouletten.
Alle hauen kräftig rein und denken, es sei Rind und Schwein.
Solang's nicht riecht wie Pferdemist, will niemand wissen, was er frisst.
Max und Moritz, jede Wette, betreiben bald ne Burgerkette.
Für die Burger dieser Beiden müssen nicht mal Tiere leiden.
Tote Menschen kann man essen, wer Fleisch will, soll das nicht vergessen!
Und die Moral von der Geschicht? Moral hat man, oder nicht.


Schlunz

***

Freitag, 5. Februar 2016

Nimm die Wurst raus!

***
 Mal wieder ein paar Cartoons... ;o)





***

Donnerstag, 26. November 2015

“ICH KÖNNTE NIEMALS OHNE KÄSE LEBEN!“

***
“ICH KÖNNTE NIEMALS OHNE KÄSE LEBEN!“
Das sagte Susanne P. immer wieder, doch niemand nahm sie ernst.
Jetzt ist Susanne P. tot.
Am 21.11.2015 fand sie ihr Mitbewohner Ulf Z. leblos vor dem Kühlschrank.
Die 28 jährige Frau war wegen eines Sportunfalls bettlägerig und ihr Mitbewohner tätigte für sie alle Einkäufe.
Da er nach eigenen Aussagen vegan lebt und sich weigerte, “irgendwelche Tierleidprodukte“ zu kaufen, erlitt Susanne P. nach 5 Tagen einen akuten Käseentzug.
Freunde und Familienmitglieder sind schockiert, auch wenn sich einige schuldig fühlen, weil sie die verzweifelten Anrufe von Frau P. nicht ernst nahmen.
“Sie hat nur was von Gouda und Emmentaler gestammelt, da hab ich wieder aufgelegt. Ich dachte, sie hätte die Nacht durchgefeiert“ so ein gemeinsamer Freund von Susanne P. und Ulf Z. und weiter: “Wenn ich das gewusst hätte, also wie schlimm das für Susanne war, dann wär ich sofort zum nächsten S-Kauf gerannt und hätte ihr drei Kilo Gouda organisiert!“
Susanne P. schleppte sich in ihren letzten Minuten vom Bett zum Kühlschrank, in dem sich leider nur veganer Käse befand.
“Den wollte sie nie probieren, ich hab ihr das doch oft genug angeboten!“ ließ Ulf Z. nach seiner Festnahme verlauten.
Jetzt muss er sich vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung oder gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verantworten.
Gegen Freunde und Familienmitglieder wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.
Auch auf prominenter Seite ist man über den Vorfall bestürzt. So fragte Starköchin Sarah Wiener gestern bei Maybrit Illner: “Wie viele Menschen müssen noch sterben?“
Politiker der Grünen und Linken weisen indes darauf hin, dass der Großteil der Weltbevölkerung mit Käse unterversorgt ist und dringend Spendenaktionen gestartet werden müssen.
Erste Käse-Sammelstellen werden in den nächsten Tagen unter dem Motto “Edamer Angels“ in Berlin, München, Dresden und Köln eröffnet. Weitere Städte folgen.
Es wird auch um Sachspenden wie Kühlschränke, Kühltaschen, Nasenklammern und Raumlufterfrischer gebeten.
Dass sich diverse Entwicklungs- und Schwellenländer gegen Käsespenden aussprechen und auf eine “regionale Laktoseintoleranz“ verweisen, hält man im Bundestag angesichts der Sachlage für “blanken Hohn“. Da sind sich alle Fraktionen einig.
Auch Jugendämter haben sich nach dem jüngsten Vorfall eingeschaltet, da die Zahl vegan ernährter Kinder steigt. “Wenn es sein muss, entnehmen wir die Kinder den Familien und ernähren sie unter Zwang. Mit Käsemangel ist nicht zu spaßen.“ ließ die Familienministerin verlauten.
Für Susanne P. kommen all diese Maßnahmen zu spät, doch hat sie uns gezeigt, dass Käsemangel tödlich ist und man jeden Hilferuf ernst nehmen muss.


Schlunz / Freier Journalist


***

Donnerstag, 19. November 2015

Wuschel ist da!

***
Wuschel ist ab sofort erhältlich! ;o)  Bestell-Link


Drei Geschichten über Einfühlungsvermögen und neue Freundschaften, durchweg bunt und kindgerecht erzählt von Schlunz.
116 Seiten, Hardcover - Für Kinder ab 3 Jahren.

Copyright: GrünerSinn-Verlag
Autor: Schlunz
Titel: Wuschel-Geschichten
ISBN: 978-3-9816299-8-9
Maße: 21 x 14,8cm
Preis: €19,95

Bei der Produktion des Buches legt der Verlag Wert auf eine ethische und klimaneutrale Verarbeitung. Vom Papier über die Druckerfarbe bis hin zum Verlag ist alles vegan.

http://www.gruenersinn-verlag.de


***

Mupfi im Land der Tiere



Am 15. Juli 2015 nahm ich ein Schaf auf.
Da, wo es vorher alleine rumstand, war das Gras weg und kein Wasser vorhanden.
Mein Nachbar hat es entdeckt, mit dem "Besitzer" gesprochen (da sie mehrfach versuchte, über den Stacheldraht zu entwischen, willigte er ein) und mich gefragt, ob ich mich einsetze.
Ein Schaf macht erst mal viel Arbeit...


Mupfi (der Name ist von mir) ist in fortgeschrittenem Alter, weiblich und war total verwahrlost (dreckig, verfilzt, viel zu viel Fell).
Sie hat keine scheiß Marke im Ohr. Die hat sie sich mal irgendwann raus gerissen, bei ihren Versuchen, den Stacheldraht zu überwinden.
Ansonsten ist sie topfit, kräftig und der Kopf ist recht hübsch.

Nach einer Woche gab es einen Friseurtermin beim "Profi" mit Schermaschine. Manchmal kommt man an speziesistischen Dienstleistern nicht vorbei...
Der "verranzte Drecklappen", den sie als Fell mit sich herumtrug, war stellenweise komplett verhärtet.


Schafe können schlecht allein sein, deshalb leistete ich ihr sooft es ging Gesellschaft und sie wurde immer umgänglicher. 
Während eines Gewittersturms setzte ich mich mit ihr in den trockenen Unterstand und wir warteten zusammen auf das Ende des Unwetters. Ich denke, an diesem Abend hat sie das meiste Vertrauen in mich und meine Spezies (zurück)gewonnen.
Schließlich genoss sie es, am Hals gekrault zu werden und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Am 26, Juli wurde sie von Jürgen Foß abgeholt und lebt seit dem glücklich im Land der Tiere.
Da hatte sie gleich mal zwei Böcke zur Gesellschaft und mittlerweile sind sieben weitere Schafe hinzu gekommen.
Natürlich wird sie weiterhin regelmäßig durchgekrault...

Danke Tanja Günther, Jürgen Foß und allen weiteren Mitarbeitern im Land der Tiere! 



Im Vergleich zum Schäfer, den ich für die Schur beauftragte, läuft das im Land der Tiere ohne Stress und Verletzungen ab.
Der Schäfer setzte sie auf ihren Po, wie man das von Schäfern kennt. Dabei entstehen am Bauch und an der Flanke Falten, die von der Schermaschine erwischt werden, weshalb Mupf einige runde und ovale Wunden hatte, die versorgt werden mussten.
Wie man sieht, geht es auch anders, aber so lernen es die Schäfer nicht, da die sanfte Methode mehr Zeit kostet. Wer etwas recherchiert, findet schnell Hinweise darauf, dass die "industrielle Schafschur" eine sehr blutige Angelegenheit ist (ich möchte das hier nicht verlinken).



Zitat "Land der Tiere" 31.7.2016:
Mupf, die Vermittlerin zwischen den (Schaf-)Welten.
Sie war lange Zeit unglückliches Einzelschaf. Als sie ins Land der Tiere kam, waren die alten Schafherren Max und Moritz sofort ihre "Familie". Auch heute noch wartet sie geduldig auf ihre alten Herren, bevor sie mit den anderen übers Gelände zieht. Selbst wenn es sie "erwischt" und sie einfach mit Trudi und den anderen Mädels losrennen muss, was ihrem Temperament eigentlich viel eher liegt, kommt sie nach jeder Runde zurück zu Max und Moritz, die bei den sportlichen Aktivitäten der anderen nicht mithalten können. Mupf versucht immer, alle zu vereinen - mit Erfolg. Sie war es, welche die beiden Schafgruppen zusammengeführt hat, so das heute unter anderem Fritzi, die es eher gemütlich mag, mehr bei Mupf, Max und Moritz verweilt als bei ihren Mädels, am Ende aber alle nur glücklich sind, wenn die ganze Schaftruppe zusammen ist. (Zitat Ende)


Ich habe von Mupf etwas über Schafe gelernt. Ihre Lebensfreude und Kreativität sowie das Individuum an sich - mit all seinen Charaktereigenschaften - offenbaren sich uns nicht, wenn wir sie in großen Herden unter hündischer Dauerbewachung halten. Somit wurden sie >fälschlicher Weise< zum Symbol für Naivität und Gleichgültigkeit (Schlafschafe).



Freitag, 16. Oktober 2015

Uschi K.

***
Uschi K. vermittelt den halben Tag lang rumänische Straßenhunde auf Facebook.
Sie kennt sogar die Leute persönlich, die die Hunde in Rumänien abholen.
Darauf ist sie stolz.
Die andere Hälfte des Tages hetzt sie gegen Flüchtlinge.
Schleuser findet sie widerlich.
Auch jene, die nur helfen wollen und kein Geld verlangen.
Uschi hasst „Tierquäler“ und Menschen, die sogenannte „Listenhunde“ als „gefährlich“ einstufen.
Bei Syrern und Afghanen ist das anders. Die sehen für sie alle „gefährlich“ aus.
Weil Uschi arbeitslos ist und mit ihrem Geld kaum über den Monat kommt, kriegt sie „einen Hals“, wenn sie sieht, dass den Flüchtlingen „das Geld in den Arsch geschoben wird“.
Deshalb ist es praktisch, dass sie in der Nähe von Dresden wohnt und jeden Montag mit vielen anderen Pegida-Zombies durch die Straßen wanken darf.
Da schreit sie dann Parolen, die sie von Plakaten mit Schreibfehlern abliest.
Wenn man Uschi fragt, ob sie auch schon mal gegen die Steuergeldverschwendung bei hirnlosen Bauprojekten demonstriert hat, gegen korrupte Bänker oder gegen den deutschen Waffenhandel, der die Flüchtlingskrise mitverantwortet, sagt sie „ach hör doch auf“ und läuft weg.
Das sind doch eher Themen, mit denen sich Globalisierungsgegner und „linke Chaoten“ befassen.
Die korrupten Bauherren, Bänker und Waffenhändler „sind wenigstens Deutsche“, denkt sich Uschi.
Das spendet Trost und mindert das Verlustgefühl.
Vor drei Jahren hat sich Uschi noch als „antifaschistisch“ bezeichnet.
Genauso wie viele ihrer Freunde und Freundinnen, die nun ebenfalls gegen Flüchtlinge hetzen.
Antifaschistisch sein war im Trend.
Einst stellte sie sich die Frage, „wie es zu einem Dritten Reich kommen konnte“.
Jetzt hat sie die Antwort.
Durch gefühlskalte Propaganda auf dem Nährboden von Verlustangst, Missgunst und Egoismus.
Und ja, natürlich auch eine große Portion Dummheit. Aber wenn man Uschi sagt, dass sie dumm ist, bringt das ja auch nicht viel, also muss man das gar nicht erst erwähnen.
In jedem Fall macht sie genau das, was auch damals getan wurde, bevor es richtig los ging.
Wahrscheinlich ist sie sich der Parallelen gar nicht bewusst und sie ist auch nicht in der Lage, soweit verknüpfend zu denken und vorauszuschauen, dass sie erkennt, wofür sie sich mitverantwortlich macht.
So geht es Vielen, die mit ihr Montags schreiend durch die Straßen ziehen und braunen Dreck im Netz teilen.
Ein paar Wenige unter ihnen verstehen die Zusammenhänge und sie freuen sich über so viele dumme Menschen, die ihnen folgen.
Uschi wird wohl die Kurve nicht mehr kriegen. Es fällt ihr viel zu leicht, zu hassen und wo der Hass regiert, muss der Kopf nicht viel arbeiten.
Wer sie auf ihre Doppelmoral hinweist, wird ebenfalls gehasst.
Uschi ist natürlich frei erfunden und die Ähnlichkeit mit real existierenden Personen ist beabsichtigt.
Es gibt leider viel zu viele Menschen wie Uschi...


Schlunz 14.10.2015

***

Samstag, 3. Oktober 2015

Wuschel im Vorverkauf

Das Buch ist fertig und im Vorverkauf. ;o)


Copyright: GrünerSinn-Verlag
Autor: Schlunz
Titel: Wuschel-Geschichten
ISBN: 978-3-9816299-8-9
Maße: 21 x 14,8cm
Hardcover

“Große Bären müssen Fische fangen!”
Der alte Karpfen sieht das anders...
Müssen “moderne Bären” mit bunten Haaren, Hose und Halskette Fische fangen? Muss der “moderne Mensch” Fleisch grillen und Leder tragen?
Mit ein wenig fremder Hilfe kommt Wuschel zu dem Schluß, dass es besser ist, dem alten Karpfen Gesellschaft zu leisten als ihn zu fangen und er bekommt dennoch die Gelegenheit zu zeigen, dass er schon ein “großer Bär” ist.

Drei Geschichten über Einfühlungsvermögen und neue Freundschaften, durchweg bunt und kindgerecht erzählt von Schlunz.
116 Seiten, Hardcover - Für Kinder ab 3 Jahren.

Bei der Produktion des Buches haben wir Wert auf eine ethische & klimaneutrale Verarbeitung gelegt. Vom Papier über die Druckerfarbe bis hin zum Verlag ist alles vegan.

Endlich vorbestellbar! Auslieferung ab Mitte November 2015!
HIER geht's zum Verlag.

***

Montag, 9. Februar 2015

Ich bin nicht Charlie

***
Kurz nach dem Charlie-Hebdo-Attentat ließ ich mich dazu hinreißen, ebenfalls einen Cartoon zu zeichnen, unter dem das obligatorische „Ich bin Charlie“ steht.
Davon möchte ich mich distanzieren. Ich bin nicht Charlie.
Meine Intention lag in der Solidarität mit den Zeichnern, ich hatte in den Neunzigern diverse Cartoon-Publikationen in Printmedien und sehe sie als Kollegen.
Während bei Demonstrationen und Mahnwachen unzählige Stifte in die Höhe gehalten wurden, saßen diese Kollegen mit einem „jetzt erst recht“ im Hinterkopf an weiteren Gags über den Propheten, die dann in mehreren Auflagen weggingen, wie die warmen Semmeln.
Die gesamte islamische Welt möchte das nicht, ist angepisst, wenn man ihren Propheten darstellt.
Warum man das nicht respektieren kann, ist mir ein Rätsel.
„Satire darf alles“ hieß es dann schnell, locker aus der Hüfte argumentiert. Darf sie alles?
Darf sie Schweinemastanlagen mit Konzentrationslagern vergleichen? Darf sie die Politik Israels und den jüdisch orthodoxen Glauben kritisieren?
Nein. Macht sie auch nicht, oder es gibt was auf den Deckel.
Und während die Medien ausschließlich negativ über den Islam berichten und somit die allgemeine Islamophobie schüren, dürfen sich die Zeichner von Charlie Hebdo fragen, wieweit sie sich daran beteiligen.

Bleibt die Frage, ob es tatsächlich Islamisten waren, die da rumgeballert haben.
Al Qaida hat sich zu dem Attentat bekannt, also dieselben Leute, die den Abriss des World Trade Centers auf ihre Kappe nehmen.
Wenn man sich mit diesem Vorfall und der Entstehungsgeschichte von Al Qaida etwas vertraut macht, wundert man sich kaum über Attentäter in schusssicheren Westen, die ihre Personalien im Auto „verlieren“.
Dass auch Erdogan ganz unverblümt behauptet, die Vorfälle in Paris seien ein Konstrukt des Westens, wird von unseren Medien verschwiegen.
Das Spiel mit der Angst läuft in Wellen. Jetzt ist erst mal wieder Pause, was Attentate im Abendland betrifft, man darf die Menschen nicht überfordern.
In dieser Pause entstehen neue Kontrollgesetze und dann kommt mal wieder Nord-Korea mit neuen Drohungen.
Und jeweils, kurz vor der Eskalation, passiert etwas anderes, eine Ölbohr-Plattform im Golf von Mexiko geht leck, eine Bombe explodiert beim Boston-Marathon oder eine Satire-Redaktion wird dezimiert. Ja, kurz vor der Aktion in Paris drohte Nord Korea mit einem weiteren Nine Eleven, wenn ein satirischer Film über dessen Diktator in den Kinos erscheint.
Nord Korea ist genauso wie Al Qaida und der IS ein Konstrukt der Angst, das je nach Bedarf in den Vordergrund gerückt oder ignoriert wird.

Zeitgleich während des Attentates und der Geiselnahme in Paris wurden in Afrika Tausende Menschen von der islamistischen „Boko-Haram“ abgeschlachtet, die mit Al Qaida und dem IS sympathisiert und zusammenarbeitet. Eine ganze Stadt wurde platt gemacht.
Manche Medien berichteten darüber beiläufig, andere warteten ein paar Tage oder ignorierten diesen Vorfall komplett.
Staatlich verordnete Betroffenheit gilt nur ein paar Wenigen aus den eigenen Reihen.
Doch dass uns die Medien manipulieren, darf man ja nicht mehr sagen, seit die Pegida-Faschos das Wort „Lügenpresse“ mit seiner Nazi-Vergangenheit nutzen.
Wenn man politisch korrekt im Trend bleiben will, gibt man nun am besten vor, alles zu glauben, was Glotze, Radio und Printmedien verzapfen.

Wer bei der systematischen Einschüchterung und Reduktion der Menschheit wirklich die Fäden zieht, ist den Kollegen der Satiremagazine hier wie dort schnurz egal.
Verschwörungstheorien verkaufen sich nicht, also bleibt man Medien konform im Main Stream.
Darwinistisch arrogant und glaubensintolerant haut man voll auf die Kacke, geht auch gern unter die Gürtellinie, macht aber einen großen Bogen um alternative Informationsquellen und bleibt schön auf dem Gleis.
Die toten Zeichner und Redakteure von Charlie Hebdo sind bedauernswerte Opfer, aber sicher keine Helden oder Rebellen, die eine vermeintliche Meinungsfreiheit vertreten.
Vielmehr sind/waren sie mitverantwortlich für Berichte über weltweit wütende Muslime, die sich über Mohammed-Karikaturen aufregen, und somit Mittäter im großen Programm, die Massen in die Angst zu treiben.
Man sollte sich wirklich zweimal überlegen, ob man sich als „Charlie“ bezeichnet.

Ich bin Schlunz

Freitag, 12. Dezember 2014

PEGIDA

Liebe PEGIDA-Idioten und Idiotinnen,
es sind keine Salafisten/Islamisten, die da aus Syrien und anderen Ländern fliehen.
Diese Menschen fliehen vor islamistischem Terror, es sind Christen und normale Muslime, denen Ihr die Tür vor der Nase zuschmeißt, weil Ihr sie offenbar mit ihren Verfolgern verwechselt.
Seid Ihr wirklich so blöd? Tausende Menschen aus der „bürgerlichen Mitte“, die so hohl sind wie ne Handpuppe?
Ja! Ihr seid so blöd, Ihr seid das beste Anschauungsmaterial für Soziologen, die erklären wollen, wie das damals mit dem Judenhass angefangen hat.
Ihr lasst Euch von ein paar vorbestraften Hardcore-Nazis aufstacheln und eine Deutschlandfahne in die Hand drücken, zeigt der Welt, wie viele Schwachköpfe es in diesem Land gibt... Ganz toll!
Ihr habt keine Angst vor Islamisten. Ihr habt Angst vor Menschen, die in einer anderen Sprache reden und denken, Ihr habt Angst vor peinlichen Momenten, wenn Ihr mit fremder Kultur konfrontiert werdet, die nicht mit Eurer Hinterwäldler-Erziehung konform läuft. Und Ihr wollt nicht mit Menschen konfrontiert werden, denen nichts geblieben ist, während Ihr so viel besitzt. Kurz: Ihr habt Angst vor Unbequemlichkeiten, sonst nichts.
Da ist noch Platz im Boot, da passen noch Frauen und Kinder rein, aber das fette Arschloch hat Angst um seinen bequemen Platz, also schubst es die Leute zurück ins Wasser und rudert dann schnell davon. Das kennt man aus Katastrophenfilmen und aus dem echten Leben, wo die fetten Arschlöcher auch noch „wir sind das Volk“ rufen. Ekelhaft...

Ich sag Euch was: Es werden immer mehr Flüchtlinge kommen! Nicht nur Opfer von Islamisten, auch Opfer des globalen Wirtschaftssystems, auf dem Euer Wohlstand basiert.
Findet Euch damit ab, dass es in Zukunft etwas enger im Boot wird, statt mit Fähnchen und dummen Parolen wie ein bockiges Kind aufzustampfen!
Euer Volksbegriff und Eure Kultur, um deren Vermischung Ihr so fürchtet, ist nichts wert, wenn Ihr im Herzen kalt und voller Egoismus gegen jene aufmarschiert, die Eure Hilfe brauchen.
Und seid Euch immer bewusst, dass auch Ihr eines Tages auf der Flucht sein könntet.
Erwartet Ihr dann, dass man Euch bevorzugt behandelt?
Wahrscheinlich... Soviel Dummheit und Arroganz ist Euch zuzutrauen.
Ekelhaft.

Schlunz

***

"Hunde stinken!"

***
Sagt man. Sie stinken aus dem Mund, aus Fell und Haut, umso mehr wenn sie nass sind. Schlimme Fürze und der Mief des glitschigen Häufchens runden das Ganze ab.
Dass all diese Aspekte bei meinem Hund fehlen, verwundert viele mir bekannte Hundehalter, die ihre Hunde mit konventioneller Hundenahrung quälen.
Ich erkläre ihnen dann, dass der Hund nicht aus dem Mund stinkt, sondern aus dem Hals, dass überflüssige/schädliche Substanzen über Talkdrüsen in der Haut ausgeschieden werden und dass Blähungen und glitschiger Stuhl als Indikator für Darmprobleme gelten.
Oft höre ich die undurchdachte Aussage, fleischlose Ernährung für Hunde sei unnatürlich, doch ist es genau andersrum.
Der Wolf ernährt sich, wie seine nahen Verwandten, die Bären, zu 80-90% vegan/vegetarisch (Wurzeln, Früchte, Beeren, Gräser, etc.).
Saisonbedingt stehen ansonsten Schnecken, Würmer, Insekten, Frösche, Mäuse, Echsen, etc. mit auf dem Speiseplan.
Da bei Großwild bekanntlich nur sehr junge oder kranke/schwache Tiere von Wölfen erlegt werden, beschränkt es sich hier auf Gelegenheiten.
Hersteller unveganer Tiernahrung werben dennoch mit über 70% Fleischanteil, damit der Hund „ein ganzer Kerl“ wird, egal ob männlich oder weiblich.
Obendrein wird dreist gelogen, Mundgeruch bei Hunden sei ein Indikator für schlechte Zähne, um so die Chemie-Dental-Sticks an den Hund zu bringen.
Ich weiß um so viele Hunde mit Darm- und Hautproblemen. Die Halter wissen zum Teil sogar, woran es liegt und sie reagieren, indem sie ein „hochwertigeres Futter“ nach dem anderen kaufen und an ihrem Hund testen. In der Regel bleibt der Erfolg aus.
Für Menschen, die nicht vegan leben wollen, ist es sicher undenkbar, dass sich ihr Hund gesünder und ethisch korrekter ernährt als sie selbst.
Was ihnen bleibt, ist der tägliche Würgereiz und die Gewissheit, dass sie sowohl ein vorzeitiges Ableben ihres „Schützlings“ forcieren, als auch jener Tiere, die sie „verfüttern“.
Sie leben ja selbst kaum anders, bekämpfen die Folgen ihrer Laktoseintoleranz mit probiotischem Joghurt und ernährungsbedingte Akne mit Chemie von außen...
Jene, die sich da unbelehrbar zeigen, sollten sich fragen, warum sie überhaupt einen Hund bei sich aufnehmen, wenn ihnen dessen Wohlbefinden in letzter Konsequenz egal ist.

Fazit: Neben dem Tierrechtsaspekt ist vegane Hundenahrung rein pragmatisch weiterzuempfehlen.
Tu Deinem Hund den Gefallen, google nach veganer Hunde-Vollnahrung und sei Dir gewiss, dass Ihr so länger Spaß miteinander habt. ;o)

Bitte, danke, guten Tag!

***